Autokauf per Kredit, mit Leasingvertrag oder Cash? Mittwoch, 7. Mai 2014
Gastartikel von

Egal ob der neue Traumwagen oder ein schicker Gebrauchter. Beim Autokauf stellt sich oft die Frage nach der Finanzierung. Dabei gibt es viele Möglichkeiten.

Barzahlung – gut verhandeln lohnt

Für viele kommt ein Autokauf erst dann in Frage, wenn das Geld dafür auf dem Konto angespart ist. Wer beim Autokauf cash bezahlt, hat gleich mehrere Vorteile. Erstens locken bei Barzahlung hohe Rabatte. Für Privatkunden sind in Österreich locker 15 Prozent und mehr vom Listenpreis drin. Bei einem Listenpreis von 25.000 Euro sind das immerhin rund 4.000 Euro und mehr. Zweitens spart man sich etwaige Finanzierungskosten, welche je nach Kreditsumme und Laufzeit happig sein können. Allein ein Autokredit über 15.000 Euro und sechs Jahren Laufzeit verschlingt bei einem Zinssatz von fünf Prozent schnell 2.500 Euro zusätzlich an Zinsen und Gebühren. Und drittens gehört einem das neue Traumvehikel sofort selbst.

Fazit: Cash ist die günstigste Finanzierungsform von Neu- und Gebrauchtwagen für Privatkäufer.

Finanzieren – klassischer Bankkredit oder Kredit vom Händler?

Man kann es drehen und wenden wie man möchte: Die meisten von uns müssen Ihren Autotraum finanzieren – zumindest teilweise. Das wissen die Autohändler, und locken an jeder Ecke mit schnellen Finanzierungen – oft ohne Anzahlung und mit sehr günstigen Zinsen und Monatsraten. Doch Konsumenten sollten genau vergleichen: Hinter den Lockangeboten verstecken sich oft immense Zusatz- und Nebenkosten. Zudem sind Finanzierungsangebote vieler Autohersteller mit kleinen Raten und hohem „Restwert“ (auch Ballonfinanzierung genannt) in der Regel am Ende teuer. Als Faustformal gilt: Je höher die Anzahlung zu Beginn desto günstiger kommt der Autotraum.

Was viele nicht wissen: Ein klassischer Konsumenten- oder Autokredit bei einer Bank ist oft günstiger als das vermeintliche Finanzierungsschnäppchen der „Autobanken“ beim Händler vor Ort. Mit Zinssätzen ab gut vier Prozent lassen sich 15.000 Euro über vier Jahre bei günstigen Direktbanken schon mit rund 350 Euro Monatsrate abstottern. Und: Mit dem frisch geliehenem Geld im Rücken – und ein bisschen Eigenkapital zusätzlich – können Sie beim Händler quasi als Barzahler auftreten. Das bringt meist satte Rabatte und drückt die Gesamtkosten der Finanzierung erheblich.

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Leasing – leihen auf Zeit

Beim Leasing zahlen Sie nur für die Nutzung des Fahrzeugs für eine bestimmte Zeit. Dabei bleibt das geleaste Fahrzeug während der gesamten Laufzeit im Eigentum der Leasinggesellschaft. Am Ende des Leasingvertrages kann der Wagen entweder zurückgegeben, gekauft (also übernommen) oder weiter finanziert werden.

Vorteil beim Leasing: Die monatliche Belastung ist meist niedriger als bei einer klassischen Finanzierung über Bank oder Händler. Nachteil: Der Restwert am Ende der Laufzeit wird in der Regel höher kalkuliert. Dies sollten Konsumenten unbedingt mit einrechnen, da sie am Ende eines Leasingvertrages keinen Gegenwert mehr für die bereits gezahlten Leasinggebühren haben. Und: es müssen bei der Rückgabe des Fahrzeugs außerplanmäßige Abnutzung oder Mehrkilometer extra bezahlt werden. Dies reißt nicht selten ein zusätzliches erkleckliches Loch in das Haushaltsbudget.

Fazit und Tipp: Leasing ist für Privatkonsumenten zunächst oft günstiger aber auch risikoreich.

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