Die Folgen falscher Betankung Donnerstag, 27. Februar 2014
Gastartikel von pkwteile.at

Wer kennt es nicht, das Schreckgespenst an der Tankstelle, den falschen Treibstoff getankt zu haben? Aber niemand kann sich hiervor sicher fühlen, denn es kann jedem passieren. Und schon hat man statt Diesel Benzin getankt oder auch statt Benzin Diesel. Das Wichtigste was getan werden muss, wenn man diesen Irrtum bemerkt hat, ist den Tankvorgang sofort abzubrechen.

Was nun passieren wird, ist von vielen verschiedenen Gegebenheiten abhängig. Auf jeden Fall sollte man vermeiden, den Motor zu starten, denn durch den Startvorgang würde das falsche Gemisch direkt in den Motor gelangen. Und das darf nicht passieren.

Die Folgen von Benzin statt Diesel bei älteren Motoren

Wer ein altes Dieselfahrzeug besitzt und versehentlich Benzin tankt, der kann Glück haben. Denn wenn die getankte Menge nur ein wenig des gesamten Tankvolumens ausmacht, kann es durchaus sein, dass man keine Folgen zu befürchten hat. Man kann – wenn es noch nicht zu spät ist – durchaus den Tankvorgang dann mit Dieselkraftstoff fortsetzen. Wie viel Benzin getankt werden kann, hängt jedoch von der genauen Einstellung der Einspritzung ab. Hinweise hierzu kann man in der Betriebsanleitung des jeweiligen Fahrzeuges finden. Der Grund hierfür ist, dass das Diesel­-Benzin­-Gemisch ein normales Mittel im Winter ist, um die Versulzung des Motors zu verhindern. Es kann jedoch direkt gesagt werden, dass ein Anteil von mehr als 10 % des Tankvolumens mit Benzin unweigerlich dazu führt, dass der Tank leergepumpt werden muss.

Auswirkungen von Benzin statt Diesel bei neueren Motoren

Im Vergleich zu einem älteren Fahrzeug kann das Betanken mit Benzin bei einem neueren Fahrzeug durchaus schlimmere Folgen haben. Bei diesen Fahrzeugen führen bereits kleine Mengen Benzin zu erheblichen Schäden des Motors. In der Betriebsanleitung kann man nachlesen, wie hoch der Benzinanteil maximal sein darf. Durch einen zu hohen Benzinanteil kann der Schmierfilm, der die Einspritzpumpe umgibt, reißen und im schlimmsten Fall einen Motorschaden verursachen.

Wenn man also aus Versehen die beiden Kraftstoffe an der Tankstelle vertauscht und das Fahrzeug voll mit Benzin betankt, so darf es auf gar keinen Fall mehr bewegt bzw. gestartet werden. Sollte man den Fehler erst bei der Fahrt bemerken, so hat man bis zu diesem Zeitpunkt Glück gehabt, dennoch ist es ratsam, den Wagen sofort abzustellen, den Motor ebenfalls abzustellen und nicht wieder zu starten. Man kann die falsche Betankung am ehesten daran festmachen, dass der Motor starke Klopfgeräusche entwickelt.

Eine Reparatur dieses Fehlers ist nicht selbst durchführbar. Man muss eine Werkstatt aufsuchen und das Kraftstoffgemisch abpumpen lassen. Nach dem Abpumpen wird die gesamte Kraftstoffversorgung des Fahrzeugs komplett gespült und gereinigt. Die Entsorgung des Gemischs, das sehr explosiv ist, wird durch die Werkstatt fachmännisch durchgeführt.

Der umgekehrte Fall – Diesel statt Benzin

Durch das Befüllen mit Diesel muss der Tank zwingend leergepumpt werden und der richtige Treibstoff eingefüllt werden. Sollte das nicht geschehen, ist ein Motorschaden die absehbare Folge. Beinhaltet das Kraftstoffgemisch mehr als 5% Diesel, so kann es unweigerlich zu Motorschäden und Schäden am Katalysator kommen. Man kann es daran feststellen, dass der Motor unrund läuft und immer wieder ausgeht. In solch einem Fall, würden auf den Besitzer sehr hohe Reparaturkosten zukommen.

Um zumindest die Kosten für die Autoteile gering zu halten, sollte man sich nach Verkaufsstellen im Internet umsehen. Auf Seiten wie pkwteile.at findet man kostengünstige Alternativen zu einer Werkstatt.

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