Die OPEC drosselt die Ölproduktion – Preisanstiege zu erwarten Donnerstag, 1. Dezember 2016

Um den Ölpreis zu stabiliseren kürzt die Organisation erdölexportierender Länder OPEC erstmals seit acht Jahren wieder die Ölproduktion. Allein im Verlauf der letzten zwei Jahre hat sich der Ölpreis nahezu halbiert. Grund dafür ist in erster Linie das enorme Überangebot bei gleichzeitig schwacher Nachfrage aufgrund der weltweit schwächelnden Konjunktur.

Die 14 Mitgliedsstaaten der OPEC fördern rund ein Drittel des weltweiten Öls. Beginnend mit 1. Jänner 2017 sollen in den kommenden sechs Monaten 1,2 Millionen Barrel – das entspricht knapp 191 Millionen Liter – Öl pro Tag weniger produziert werden als bisher. Auch Russland – selbst nicht Mitglied der OPEC – will seine Förderung in der ersten Jahreshälfte 2017 um bis zu 300.000 Barrel täglich reduzieren.

Der starke Preisverfall der letzten Jahre hat in vielen Ölländern tiefe Löcher in die Haushalte gerissen. Trotzdem haben unterschiedliche Interessen der Länder bisher eine Einigung auf eine Kürzung der Fördermenge – in der Vergangenheit ein bewährtes Mittel zur Steuerung des Ölpreises – immer wieder verhindert. Schon seit längerer Zeit ringen deshalb die großen Ölexporteure um eine Begrenzung der Fördermengen, um dem Überangebot am Weltmarkt entgegenzutreten.

Die gewünschte Wirkung der nun erzielten Einigung ließ nicht lange auf sich warten. Innerhalb weniger Stunden stieg der Preis für die Nordsee-Ölsorte Brent um rund neun Prozent und kletterte damit wieder über die Marke von 50 Dollar je Fass.

Die längerfristigen Auswirkungen sind derzeit noch nicht absehbar. Analysten sind sich nicht einig, ob die Kürzung ausreicht, um die vorhandenen Überschüsse abzubauen. Auf jeden Fall ist davon auszugehen, dass die Tankstellenbetreiber auf den derzeitigen Preisanstieg beim Rohöl umgehend reagieren werden. Tanken dürfte somit teurer werden.

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