Ölpreis fällt auf Fünfjahrestief Donnerstag, 11. Dezember 2014

Mit einem Preis von weniger als 65 Dollar je Barrel für die in Europa wichtigste Ölsorte Brent wurde gestern der tiefste Stand seit September 2009 erreicht. Rohöl ist damit so billig wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Ölpreis fällt auf tiefsten Stand seit 2009

Erfreulicherweise ist der Abwärtstrend auch an den Zapfsäulen deutlich spürbar. Die Durchschnittspreise für Diesel und Superbenzin lagen im vergangenen November auf dem Niveau von Dezember 2010. Derzeit tanken wir also so günstig wie seit vier Jahren schon nicht mehr. Und auch der Dezember begann erfreulich, seit Anfang des Monats sind die Tankstellen-Preise weiter gesunken.

Die Aussichten für Autofahrer sind derzeit sehr rosig. Die USA meldeten in der Vorwoche einen Anstieg der Ölreserven um 1,5 Millionen Barrell innerhalb von einer Woche. Durch die Fracking-Fördermethode in den Vereinigten Staaten ist derzeit mehr Rohöl am Weltmarkt verfügbar als verbraucht wird und die OPEC denkt nicht daran, die eigene Fördermenge zu reduzieren um den Preis zu stabilisieren. So soll die unliebsame Fracking-Konkurrenz, bei der die Förderung deutlich teuerer ist und die somit auf einen höheren Ölpreis angewiesen ist, runiert und die eigene Marktposition wieder gestärkt werden (siehe dazu den Beitrag Warum fällt der Ölpreis und wie geht die Preisentwicklung weiter? vom 26. November). Parallel dazu sinkt die Nachfrage nach Öl. In ihrem Monatsbericht vom November geht die OPEC davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Rohöl im kommenden Jahr durchschnittlich um 1 Million Barrel pro Tag unter dem derzeitigen Niveau liegen wird.

Derzeit deutet damit alles darauf hin, dass Tanken noch günstiger wird.

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