Verbrauch nicht mehr so wichtig beim Autokauf Dienstag, 8. April 2014

Eines der interessanten Ergebnisse der von Aral durchgeführten Studie „Trends beim Autokauf 2013“, die im August 2013 veröffentlicht worden ist und die nunmehr seit zehn Jahren regelmäßig durchgeführt wird – was einen schönen Vergleichszeitraum ergibt – ist, dass die Bedeutung des Verbrauchs für die Kaufentscheidung nicht mehr so wichtig ist.

Gaben im Jahr 2003 noch 53% der Befragten an, dass der Verbrauch einen entscheidenden Faktor beim Kauf darstellt, so waren es im Vorjahr nur mehr 48%.

Aral-Studie "Trends beim Autokauf 2013"Quelle: Aral-Studie „Trends beim Autokauf 2013“

Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass die Autohersteller den Kraftstoffverbrauch mittlerweile als Verkaufsargument entdeckt haben und in den letzten Jahren tatsächlich Fortschritte in Richtung Sparsamkeit erzielt haben. Mag sein, dass deshalb der Verbrauch aus Sicht des Käufers etwas weniger stark beachtet wird als noch vor zehn Jahren.

Allerdings ist im gleichen Zeitraum von 2003 bis 2013 Superbenzin um sagenhafte 61% teurer geworden und Diesel sogar um 86% (Quelle: ÖAMTC „Entwicklung der Kraftstoffpreise in Österreich“). Dieser explosionsartige Preisanstieg ist durch Einsparungen beim Verbrauch von wenigen Prozentpunkten nicht einmal annähernd auszugleichen.

Beim Autokauf sollte daher der Verbrauch unbedingt als sehr gewichtiges Argument in die Entscheidung einfließen und nicht aus den Augen verloren werden, nur weil hier in den letzten Jahren gewisse Fortschritte gemacht worden sind. Energie ist teuer und wird mittel- und langfristig mit Sicherheit auch weiterhin ein großer Preistreiber sein.

Erfreulicherweise liegt der Verbrauch in der Aral-Studie von 2013 aber immer noch auf Platz 2 der wichtigsten Kaufkriterien.

Schlechter steht es da schon um die Umweltfreundlichkeit. War diese im Jahr 2003 noch für 49% der Befragten ein wichtiges Kriterium, so war dies im Jahr 2013 nur mehr bei 24% der Fall. Auch dieser Rückgang ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich Autokäufer mehr und mehr auf die Hersteller verlassen. Ein gefährlicher Trend, denn wie die Vergangenheit gezeigt hat, werden die Hersteller erst dann aktiv, wenn sie genügend Druck verspüren. Aus wirtschaftlicher Sicht verständlich, da Neu-Entwicklungen ja mit sehr hohen Kosten verbunden sind.

Selbstverständlich ist der Anschaffungspreis das Hauptkriterium beim Autokauf, aber die langfristigen Kosten dürfen nicht übersehen werden. Das gilt natürlich für die anfallenden Spritkosten aber auch für die Umweltfreundlichkeit.

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