Verpflichtende Spritpreis-Meldung bald auch in Deutschland Sonntag, 16. Juni 2013

Besser gut kopiert als schlecht erfunden. Nach diesem Motto führt nun wohl auch Deutschland nach dem Beispiel Österreichs eine Meldestelle für Spritpreise ein, die für mehr Preistransparenz sorgen soll.

Ein kurzer zeitlicher Überblick

Im August 2011 trat in Österreich die Preistransparenzverordnung in Kraft, die die Meldung der Spritpreise durch die Tankstellenbetreiber regelt. Ziemlich genau ein Jahr später startete der Echtbetrieb. Im Juni 2012 meldeten deutsche Medien „Die Bundesregierung will eine Markttransparenzstelle einrichten, um die Aufsicht über die Preisbildung auf den Großhandelsmärkten für Elektrizität und Gas zu verbessern und auch um einen besseren Überblick über die Entwicklung der Kraftstoffpreise an Tankstellen zu bekommen“. Erstmals im September – als der Spritpreisrechner in Österreich bereits voll in Betrieb war – wurde über den Vorschlag diskutiert, dass es den Autofahrern möglich sein soll, Endkunden-Spritpreise in Echtzeit via Internet abzufragen. Am 8. November wurde die Einrichtung der Markttransparenzstelle beschlossen und am 28. März trat die entsprechende rechtliche Verordnung rechtliche Verordnung in Kraft. Seit dem 23. April können sich Tankstellenbetreiber nun registrieren. Im August soll der Testbetrieb starten.

Was bedeutet eigentlich „Preistransparenz“?

Anlässlich des Beschlusses zur Einrichtung einer Markttransparenzstelle äußerte sich der Hauptgeschäftsführer des deutschen Mineralölwirtschaftsverbandes Klaus Picard mit folgendem sensationellen Statement: „Schon heute ist der Mineralölmarkt so transparent wie kein zweiter: Viele Mineralölgesellschaften stellen ihre Spritpreise bereits ins Internet. Jetzt schafft der Gesetzgeber erstmals die Grundlage für eine umfassende Spritpreis-Übersicht, die alle Anbieter einbezieht. Der Verbraucher profitiert davon durch zuverlässige und uneingeschränkte Preisinfos in Echtzeit“.

Bei den nahezu im Minutentakt wechselnden Preisen von Transparenz zu sprechen ist ein Hohn. Gegen diese Preisrallye will man in Deutschland jedoch nicht vorgehen. Dazu hieß es in einer Stellungnahme „die Branche begrüßt … dass die Politik auf planwirtschaftliche Maßnahmen wie in Österreich … verzichtet hat“. Gemeint ist damit die in Österreich seit einiger Zeit geltende Regelung, dass Tankstellen die Preise nur mehr einmal am Tag – und zwar mittags – erhöhen dürfen. Das hat schon eher etwas mit Transparenz zu tun. So wissen wir „Ösis“ nicht nur wo wir sinnvollerweise tanken sondern auch wann.

Auswirkungen der Spritpreis-Meldung

Eines können wir nach fast einem Jahr Erfahrung mit unserer Spritpreisdatenbank mit einem herzlichen Gruß nach Deutschland sagen „billiger wird der Sprit deswegen auch nicht…“!

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