Wechsel von Winter- auf Sommerreifen – sicher fahren und dabei Geld sparen! Montag, 10. März 2014
Gastartikel von

Österreich erwacht langsam aber sicher aus dem Winterschlaf. Ungewöhnlich milde Temperaturen laden dazu ein, die dicken Winterpullis in der letzten Ecke des Kleiderschranks zu verstauen. Und angesichts des nahenden Frühlings heißt es jetzt auch für die Winterreifen: Ab ins Sommerlager! Denn für die Autofahrt sind sie schon bald nicht mehr geeignet! Umrüsten auf Sommerpneus ist angesagt! Wir verraten Ihnen, was Sie dabei beachten sollten und klären auf, warum sich der Aufwand nicht zuletzt auch für ihren Geldbeutel lohnt.

Im Sommer nicht nur sicher und sparsam, sondern auch umweltbewusst

Die Reifen eines Autos tragen maßgeblich zur Sicherheit der Insassen bei. Wer auf einen korrekten Luftdruck, die geeignete Bereifung und eine angepasste Fahrweise bedacht ist, beugt nicht nur Unfällen vor, sondern kann so auch den CO2-Ausstoß senken und aktiv etwas für unsere Umwelt tun. Und was in dem Fall gut für unseren Planeten ist, ist auch gut für unser Portemonnaie, denn: wer im Sommer mit Sommerreifen unterwegs ist spart bares Geld. Winterpneus nutzen sich auf sommerlichen Straßen viel schneller ab und je stärker der Abrieb ist, desto höher ist natürlich auch der Kraftstoffverbrauch und desto mehr Euro muss man in seine Tankfüllung investieren. Wer aktuell keinen Satz in der Garage oder im Keller hat, sollte nicht mehr lange damit warten, sich einen neuen zuzulegen. Reifen für alle Ansprüche findet man heute auch problemlos in diversen Online-Shops wie zum Beispiel Tirendo.

Entscheidend ist aber auch der Faktor Sicherheit, denn mit Winterreifen riskiert man im Sommer deutlich schlechtere Fahreigenschaften und einen verlängerten Bremsweg. Und im Ernstfall könnten das die entscheidenden Meter zu viel sein. Sommerreifen sind bei höheren Temperaturen einfach besser geeignet und was die meisten nicht wissen: Das Fahren mit Winterreifen im Sommer stellt eine fast ebenso große Gefahr dar wie der umgekehrte Fall, nämlich mit Sommerreifen im Winter zu chauffieren.

Warum es sich lohnt, bald die Sommerreifen zu montieren

Der größte Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen liegt im Profil und der Materialzusammensetzung: Das Profil von Winterreifen wurde dank seiner Gummimischung und winziger Lamellen speziell für besseren Grip auf nassen, vereisten und schneebedeckten Oberflächen entwickelt und kann so bei Temperaturen unter -7 Grad maximale Sicherheit garantieren: Schnee bleibt an der Oberfläche haften und ermöglicht zusätzliche Traktion. Die Gummimischung von Winterreifen bleibt selbst bei sehr kalten Temperaturen flexibel und weich, was das Bremsen und Anhalten bei Winterbedingungen bedeutend einfacher macht.

Sommerreifen hingegen verhärten wegen ihrer Materialzusammensetzung schon bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und das macht das Anhalten zu einer schwierigen und sehr gefährlichen Angelegenheit. Doch was ihnen bei Schnee, Kälte und Eis zum Nachteil wird, macht sie auf der anderen Seite zu einem verlässlichen Experten für die warme Saison: Das Gummi bleibt auch bei höheren Temperaturen elastisch und haftet so besser auf der trockenen Fahrbahnoberfläche.

Ein Reifen für jedes Wetter?

So manch einer würde sich sicherlich wünschen, auf die saisonale Prozedur des Reifenwechsels verzichten zu können. Diesem Wunsch entsprechend gibt es auf dem Markt auch Pneus, die man sowohl im Sommer als auch im Winter fahren kann. Diese sogenannten „Ganzjahresreifen“ oder Allwetterreifen sind aber umstritten. Autofahrer sollten sich bewusst machen, dass sie immer nur einen Kompromiss darstellen. Gerade Autofahrer, die viel auf den Straßen unterwegs sind, sollten sich die Anschaffung gut durch den Kopf gehen lassen und ihre eigenen Ansprüche festlegen.

Der Unterschied wird schon mit bloßem Auge sichtbar: Ein Winterreifen hat ein viel gröberes Profil und Lamellen, die richtig in den Schnee greifen. Der Ganzjahresreifen weist diese Struktur nicht auf und hat auch eine ganz andere Gummimischung – schließlich soll er auch im Sommer eine gute Laufleistung haben!

Was beim Reifenwechsel zu beachten ist

Es empfiehlt sich also in den meisten Fällen, auf das lästige Umrüsten nicht voreilig zu verzichten. Vor dem Reifenwechsel empfiehlt sich allerdings ein kritischer Blick auf das Profil und die Profiltiefe. Es sollte möglichst über die gesamte Breite gleichmäßig abgefahren sein. Außerdem sollten alle Räder – einschließlich Reserverad – auf mögliche Schäden und den richtigen Reifenluftdruck hin überprüft werden. Das trägt auch maßgeblich zu Ersparnissen beim Autofahren bei. Gerade bei richtigem Luftdruck lassen sich bis zu 2 Euro pro Tankfüllung sparen, deswegen ist eine regelmäßige Kontrolle sehr wichtig!

Die ausgelagerten Winterreifen sollten übrigens möglichst liegend oder hängend gelagert werden. Am besten vorher mit Kreide die bisherige Position kennzeichnen und immer darauf achten, dass sie nicht mit Fetten und Ölen in Berührung kommen. Daneben gehört auch Sonneneinstrahlung zu den größten Feinden des Reifens! Deswegen die Gummis möglichst dunkel lagern, während sie auf ihren nächsten Einsatz warten.

Fazit: Der Wechsel auf Winterreifen in der kalten Jahreszeit bzw. auf Sommerreifen, wenn es wärmer wird, erhöht die Lebensdauer der Reifensätze und verringert den Kraftstoffverbrauch. Außerdem beugt man durch die richtige Bereifung Unfällen vor und spart somit das Geld für eventuelle Folgekosten. Also am besten zu früh oder als zu spät an das Umrüsten denken, um bestens gewappnet in die Saison und in die Budgetplanung starten.

Dietmar Töpfer ist Reifenexperte beim Online-Handel Tirendo. Seine jahrelange Erfahrung teilt er regelmäßig auf verschiedenen Blogs im In- und Ausland.

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