Abgas-Skandal bei VW: Auswirkungen auf Verbauch? Donnerstag, 5. November 2015

Volkswagen befindet sich derzeit in einer großen Krise. Nachdem der Skandal um die manipulierten Abgaswerte bei Dieselmotoren im September öffentlich wurde musste der Konzern europaweit rund 8,5 Millionen Fahrzeuge zurückrufen, die Justiz in mehreren Ländern ermittelt gegen VW und dem deutschen Unternehmen drohen Strafzahlungen in Höhe von bis zu 18 Milliarden US-Dollar. Zudem musste die VW-Aktie einen hohen Kursverlust an der Börse hinnehmen, ganz zu schweigen vom Vertrauensverlust bei den Kunden. Der neue Vorstandsvorsitzende Matthias Müller ist nun um Schadensbegrenzung bemüht und versucht den Skandal aufzuarbeiten.

Allein in Österreich sind rund 363.400 Autos aus dem Hause Volkswagen, zu dem auch Audi, Skoda und Seat gehören, von dem Abgas-Skandal betroffen und müssen nun umgerüstet werden. Die Besitzer befürchten, dass auch der Wert eines betroffenen PKW fallen könnte und lassen nun ihren Auto Wert berechnen. Der Wert eines Autos wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst, zu denen auch die aktuelle Nachfrage auf dem Automobilmarkt sowie das Image des Herstellers gehören. Aus nachvollziehbaren Gründen ist die Marke VW derzeit jedoch nicht sehr beliebt. Es ist daher nicht empfehlenswert, aktuell einen gebrauchten Volkswagen zu verkaufen. Experten gehen jedoch davon aus, dass sich die Volkswagen-Modelle wieder stabilisieren werden, sobald der Konzern die richtigen Schritte einleitet. So wird erwartet, dass die Hintergründe der Manipulation aufgeklärt und die Besitzer der betroffenen Modelle zufrieden gestellt werden.

vw

VW-Skandal: Höherer Spritverbrauch bei betroffenen Autos?

Aus Reihen der Politik und Umweltverbänden werden nach dem Abgas-Skandal Forderungen nach Neuerungen in den Messpraktiken für den Schadstoffausstoß und den Spritverbrauch von Fahrzeugen immer lauter. Wie der Fall der manipulierten Software bei VW zeigt, kann sich eine anschließende Umrüstung der Fahrzeuge auch negativ auf Bereiche des PKW auswirken, die nicht manipuliert wurden. So berichtet das US-Magazin “Consumer Reports”, dass der Spritverbrauch eines VW-Jetta nach der Umrüstung von 4,7 auf 5,1 Liter pro 100 Kilometer gestiegen ist. Ob nur bestimmte Modelle nach der Abschaltung der illegalen Software einen höheren Spritverbrauch aufweisen, wird sich erst im kommenden Jahr zeigen. Dann beginnt der Großteil der VW-Rückrufaktion.

Der Volkswagen-Skandal könnte nicht nur Auswirkungen für den Autohersteller haben, sondern sich auch noch auf Dieselfahrzeuge anderer Unternehmen ausweiten. Frankreich hat angekündigt, bislang geltende Steuervorteile für Diesel reduzieren zu wollen und gleichzeitig die Steuer auf Benzin zu senken. In Österreich ist dieser Schritt aktuell jedoch nicht geplant, wie es aus Regierungskreisen heißt.

Foto:
https://flic.kr/p/aTTni
Quelle: VW von Mike Knell CC BY 2.0

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