Der Einfluss der Reifen auf den Spritverbrauch Donnerstag, 5. Juni 2014

Im April hat der ÖAMTC die Ergebnisse des alljährlichen Sommerreifentests veröffentlicht. Bereits seit einigen Jahren fließt in die Gesamtbewertung auch der Spritverbrauch mit ein. Allerdings ist aus der Punkte-Bewertung nicht erkennbar, wie hoch die Differenz im Verbrauch nun tatsächlich ausfällt.

Jedoch ist aus dem letzten Satz des Berichts diesmalzu entnehmen, dass zwischen dem getesteten Reifen mit dem niedrigsten Verbrauch und dem mit dem höchsten Verbrauch eine Differenz von 0,3 Liter je 100 Kilometer liegt. Eigentlich ein ganz ordentlicher Unterschied. Aber rechnen wir einmal nach, was das in der Praxis bedeutet.

13.100 Kilometer wurde jeder in Österreich privat zugelassene PKW im Jahr 2013 durchschnittlich bewegt (siehe dazu auch den Artikel Unsere Autos stehen immer mehr ungenutzt herum). Wenn man davon ausgeht, dass je ein halbes Jahr mit Sommer- und ein halbes Jahr mit Winterreifen gefahren wird, macht dies 6.550 km je Reifensatz pro Jahr. Ergibt bei einer empfohlenen Nutzungsdauer von vier Jahren insgesamt eine Laufleistung von 26.200 km.

Ein Unterschied von 0,3 Litern im Verbrauch macht also im gesamten Leben eines Reifensatzes 78,6 Liter Sprit oder bei einem angenommenen Preis von 1,40 Euro je Liter 110,04 Euro aus. Macht bei vier Reifen also pro Stück 27,51 Euro.

Der sparsamere Reifen dürfte also pro Stück um nicht mehr als diese 27,51 Euro mehr kosten als der mit dem höheren Verbrauch damit sich der Mehrpreis über die gesamte Lebensdauer überhaupt rechnet. Natürlich gibt es neben dem finanziellen Aspekt weitere Punkte die für spritsparende Bereifung sprechen. Jeder Tropfen Sprit, der weniger verbraucht wird, schont unsere Umwelt. Und ein Reifen verbraucht deshalb weniger, weil er einen geringeren Rollwiderstand hat. Ein sparsamerer Reifen ist daher auch immer leiser. Dennoch sollte bei Spritsparreifen der Mehrpreis nicht vernachlässigt und realisitsch bewertet werden.

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